Playa de Mujeres - mit Blick auf Fuerteventura

Lanzarote im Februar – kleiner Ausstieg mitten im Winter

Ein Gastbeitrag von Hermann Josef Schmitz:

Lanzarote im Februar – kleiner Ausstieg mitten im Winter

Zum ersten Mal sind wir in der 2. Februarwoche nach Lanzarote geflogen. Eine Woche Natur, Sonne und Kunst genießen und das in einem angenehmen Ambiente.

Gebucht haben wir die Reise beim TUI ReiseCenter Heilbronn, deren Beratung uns seit vielen Jahren überzeugt und deren Service sehr gut ist. Die Empfehlung in die H10 Sentido white suites an der Playa Blanca zu gehen, war ein Volltreffer, der Preis von 1.456 € für HP dem Preisleistungsverhältnis sehr angemessen. Das Hotel überzeugt durch feine Zimmer, die Bilder auf der Website stimmen mit der Realität überein. Auch die Verpflegung war für uns vorzüglich, bei einem 4-Sterne-Hotel findet man die Abwechslung beim Abendessen selten.

Lanzarote selbst ist dann eine Reise wert, wenn man Lust hat, die Insel zu erkunden und Urlaub am Strand nicht die oberste Priorität hat.

Nachdem wir den bei CICAR in Deutschland gebuchten PKW (120 € mit Vollkasko für einen VW Polo für 6 Tage – wir erhielten als kostenloses Upgrade einen Opel Astra) am Sonntagmorgen abholten, machten wir uns auf den Weg. Die grüne Lagune bei El Golfo mit der bizzaren Einsäumung von Felsen erinnert an fremde Landschaften und ist sehr sehenswert. Vis á vis ein schwarzer Sandstrand mit wildem Meer, auf dessen Wellenflügel sich das Licht türkis spiegelt. Auf dem Weg dorthin fanden wir das Freiluftatelier von Dieter Noss, das vielfältigste Kunst aus Alltagsgegenständen wie auch Bilder vereint und sehenswert ist. Das wilde Meer findet seinen Höhepunkt bei Los Hervideros, wo sich in kleinen Unterführungen aus Basalt Welle um Welle begegnet und wie ein überlaufender Kochtopf wirkt.

Die Lagune bei El Golfo
Die Lagune bei El Golfo

Tag 2 stand im Zeichen von César Manrique. Nach dem Besuch der Foundacion in Tahiche, die eine Fülle unterschiedlichster Kunst dieses engagierten Inselbewohners beinhaltet und sich teilweise mit einer Wohnung in einer Vulkanblase befindet lohnt sich unmittelbar danach auch der Besuch der ehemaligen Wohnung von Manrique in Haria, dem Tal der tausend Palmen. Es ist eigenwillig, den Wohnraum dieses großen Künstlers und engagierten Menschen zu betreten. Sie ist intim, im Bad liegen noch die Hygieneartikel aus den 90er Jahren (Manrique starb 1992 durch einen Autounfall) und gleichzeitig ist es auch spannend, einem Menschen so nahe zu begegnen und den Eindruck zu haben, er könne jeden Moment in die Wohnung kommen.

Foundacion in Tachiche - Integration in den Vulkangarten
Foundacion in Tachiche – Integration in den Vulkangarten

Die Besichtigungszeiten sind hier sehr begrenzt, eine kurze Prüfung lohnt sich. Und es ist auch sinnvoll, beide Stätten an einem Tag zu sehen, es hat viel Zusammenhängendes.
Abschluss dieses Tages war der Aussichtspunkt Mirador del Rio, den Manrique auch gestaltet hat. Ein wunderbarer weiter Blick auf die vorgelagerte kleine Insel La Graciosa und eine Weite, die fasziniert.

Es lohnt auf der Fahrt über die Insel, immer mal wieder anzuhalten und zu schauen. Lanzarote war ungewöhnlich grün, seit letzten November hat es immer wieder geregnet.

Nach einem eher kurzen Trip an die Papagayo-Strände hat uns dann das Naturschutzgebiet Timanfaya gelockt. Die Fahrt lohnt deswegen, weil sie mit einer Busfahrt durch das Vulkangebiet verbunden ist und der Preis dafür lohnt. Viele Erklärungen zur Entstehung, allerdings keine Möglichkeit, aus dem Bus auszusteigen. Das Gebiet unterliegt strengem Naturschutz und das ist auch sinnvoll.

Timanfaya
Timanfaya

Auch Arrecife haben wir noch mit einem Ausflug verbunden – zum Castillo de San Jose. Nochmal Manrique, sowohl mit Bildern als auch in der Gestaltung des Restaurants, das einen weiten Blick auf den Hafen zulässt. Ansonsten ist Arrecife aus unserer Sicht keine besondere Reise wert, es ist eine durchmischte und unruhige Stadt und hat wenig von der Stille der kleinen gedrungenen Orte, die die Insel prägen. Ein Hochhaus ist gleichzeitig das Einzige und verspricht auch mit seinem Café im obersten Stock nicht das, was es bieten soll.

Am letzten Tag hatten wir dann noch den perfekten Tag am Meer – Playa de Mujeres gehören zu den Papagayo-Stränden und ist die größte der Buchten, die nicht weit von der Playa Blanca liegen. Wenig Touristen, ein toller Blick aufs Meer und genau die Prise Wind, die es für so einen Tag braucht.

Playa de Mujeres - mit Blick auf Fuerteventura
Playa de Mujeres – mit Blick auf Fuerteventura

Unser Fazit: Wir haben noch nicht alles gesehen und werden wieder kommen. Die Playa Blanca ist ein ruhiges Domizil, das Hotel empfehlen wir und die Insel hat eine große Vielfalt von Sehenswürdigkeiten, die lohnen angeschaut zu werden. Und es ist im grauen Winterendspurt eine tolle Möglichkeit für eine kleine Auszeit.

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Mehr von Hermann Josef Schmitz findet ihr in seinem Blog unter
http://wortgarage.blogspot.de – vorbeischauen lohnt sich!

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Ein großes Dankeschön an Hermann Josef Schmitz für die Impressionen von Lanzarote!

Wie immer: Eure Ideen, Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen sowie Beiträge zum Artikel einfach hier hinterlassen oder per Mail an martin@mehrReisen.com senden!

Nun wünsche ich euch allen viel Freude beim Stöbern in der ‘Wortgarage’ und eine schöne Woche,

euer Martin von mehrReisen.com

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